Wer seine Eigentumswohnung verkaufen möchte, sieht sich einigen Herausforderungen gegenüber. Die erste Herausforderung ist es, einen angemessenen Kaufpreis zu ermitteln, denn die eigene Wertvorstellung der Immobilie ist nicht immer das, was am Markt erzielt werden kann. Es ist möglich, einen Makler für den Wohnungsverkauf zu engagieren, der die marktgerechten Quadratmeterpreise für vergleichbare Wohnungen sehr gut kennt und so einen angemessenen Kaufpreis benennen kann.
Es ist aber auch möglich, selbst Immobilienangebote nach vergleichbaren Wohnungen (Größe, Baujahr, Ausstattung und vor allem Lage) zu filtern und die Angebotspreise pro Quadratmeter auf die eigene Wohnung anzupassen. Wenn im Haus, in dem die zu verkaufende Wohnung liegt, in letzter Zeit andere Wohnungen den Besitzer gewechselt haben, ist vielleicht eine Rücksprache mit den neuen Eigentümern sinnvoll.
Ein angemessener Kaufpreis ist übrigens deshalb so wichtig, weil nichts einen schlechteren Eindruck macht, als der Start mit einem sehr hohen Kaufpreis, der dann im schlimmsten Fall von Woche zu Woche nach unten korrigiert wird, weil sich keine Interessenten finden. Tatsächliche Kaufinteressenten werden sich dann hüten, Kontakt zu Ihnen aufzunehmen, da sie hoffen, dass der Kaufpreis weiterhin sinken wird und sie ein Schnäppchen machen können.
Wohnungsverkauf richtig vorbereiten
Eines der wichtigsten Kriterien beim Wohnungsverkauf ist die Lage der Wohnung. Es gibt Wohnungen, die jahrelang zum Verkauf stehen und für die sich kaum jemand interessiert, weil sie eben in einem negativ bekannten Stadtviertel stehen, aber auch solche, für die nur ein oder zwei Tage eine Anzeige auf den gängigen Immobilienportalen bzw. in Zeitungen geschaltet wird, weil sie sofort viel Anklang finden. Die Lage einer Immobilie lässt sich nicht ändern, wenn man eine Wohnung verkaufen möchte, doch es ist möglich, die Immobilie professionell und ansprechend zu präsentieren in der Anzeigen, um die Interessenten damit neugierig zu machen. Im Internet machen sich Grundrisse sehr gut. Ein Verkaufsschild vor der Wohnung kann ebenfalls viele Interessenten anlocken. Wenn nun einmal die Anzeige geschaltet ist und erste Interessenten angefragt haben, sollte die Wohnung vorzeigbar sein. Das geht ganz einfach, wenn man die zu verkaufende Wohnung selbst bewohnt. Falls in der Wohnung Reparaturen ausstehen, ist zu überlegen, ob diese lieber vor den Besichtigungen durchgeführt werden, um einen besseren Eindruck zu machen – denn der erste Eindruck zählt.
Komplizierter ist es, wenn die Wohnung vermietet ist – das fängt schon beim Absprechen von Besichtigungsterminen an. In der Regel lassen sich vermietete Eigentumswohnungen nicht so gut verkaufen wie freie, da viele Käufer ihre neue Wohnung selbst nutzen möchten und auch Angst vor der Zahlungsmoral fremder Mieter haben. Aus diesem Grunde werden freie Wohnungen in der Regel zu höheren Preisen verkauft als vermietete Immobilien. Hier sind Preisabschläge von bis zu 30% möglich.




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